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Daniel Kahneman – Entdecker der Biases

on 4. April 2013

Daniel Kahneman ist einer der einflussreichsten Psychologen und gilt zusammen mit Amos Tversky als der Entdecker der kognitiven Biases. Für seine Pionierarbeit im Gebiet der Verhaltensöknomie erhielt er den den Nobelpreis.

Mitte der 70er-Jahre gehörte er zu den ersten Forschern, die sich der Frage stellten, wie und weshalb wir irrationale Entscheidungen treffen. Die 1979 begründete Prospect Theory stellte anhand einer einfachen Frage zum Entscheidverhalten in Risikosituationen das in der Wirtschaftswissenschaft gängige Bild des rationalen Menschen auf den Kopf. Sie trug damit massgeblich zur Entstehung der Verhaltensökonomie bei und zog das Biases & Heuristics Program, ein Forschungsprogramm der kognitiven Psychologie, nach sich. Mehr dazu in diesem Video.

Ein Bias ist ein irrationales Denk- und Entscheidungsmuster, welches uns systematisch davon abhält, unsere Ziele – was auch immer diese sind – bestmöglich zu erreichen. Die Entdeckung der Biases kann durchaus als Meilenstein in der Menschheitsgeschichte bezeichnet werden. Die Auseinandersetzung mit Biases ermöglicht uns, rationaler zu werden. Dazu gehört das systematischere Definieren und Evaluieren unserer Ziele und die Entwicklung spezifischer Techniken, um Biases zu überwinden und unsere Ziele besser zu erreichen. Ein Beispiel hierzu ist der Reversal-Test, der uns helfen kann, den Status Quo Bias zu erkennen.

In seinem Bestseller Thinking, Fast and Slow gibt Kahneman einen Überblick über seine jahrzehntelange Forschung. Einen Einblick gibt auch seine Nobelpreisrede.nobelkahneman

Quellenangabe
Critical Thinker Academy (2011). Cognitive Biases: What They Are, Why They’re Important. Youtube (4.4.2013)
Kahneman, D., Tversky, A. (1979). Prospect Theory: An Analysis of Decision under Risk. Econometrica 47 (2), 263-292.
Kahneman, D. (2002). Prize Lecture. Nobel Prize (4.4.2013).
Muehlhauser, L. (2011). Review of Kahneman, Thinking Fast and Slow. LessWrong (4.4.2013).